Prägraten am Großvenediger 1.312m
Blick von St. Andrä Richtung Westen: Fraktion Bichl und Talschluss Maurer Berge, Quirl
Dieses Bild wird mit einer hochauflösenden Spiegelreflexkamera (EOS 1100d) realisiert.
Aktuelles Bild der Wettercam Prägraten am Großvenediger
© Reinhard Unterwurzacher
Sankt Andrä bestand 1869 aus 47 Häusern, die von 377 Menschen bewohnt wurden. 1890 umfasste der Ort 46 Häuser und 335 Einwohner. Bis zur Volkszählung 1923 war zwar die Zahl der Häuser auf 57 angewachsen, gleichzeitig war die Einwohnerzahl mit 328 Personen praktisch stagniert. Nach dem Zweiten Weltkrieg bestand das Dorf Sankt Andrä aus 51 Häusern mit 356 Einwohnern, wobei das österreichische Statistische Zentralamt (heute: Statistik Austria) zu jener Zeit neben dem Dorf Sankt Andrä erstmals auch die Fraktion Sankt Andrä aufführte, die aus 67 Häusern mit einer Bevölkerung von 469 Einwohnern bestand. Neben Sankt Andrä wies die Volkszählung auch die Weiler Bichl und Gritzach, die „Zerstreuten Häuser“ Frösach und Losach-Blusen sowie Großstein als Teil der Fraktion Sankt Andrä aus. 1961 wies das österreichische Statistische Zentralamt Bichl und Frößach bereits getrennt von Sankt Andrä aus, wobei in diesem Jahr 66 Häuser und 472 Einwohner zur Fraktion Sankt Andrä gezählt wurden. Das Dorf Sankt Andrä umfasste dabei zu diesem Zeitpunkt 58 Häuser und 406 Einwohner. 1971 lebten 563 Menschen im Dorf Sankt Andrä und 563 in der Fraktion, 1981 waren es 539 bzw. 596 Menschen. 1991 lebten 605 Personen in der Fraktion. (Quelle: Wikipedia)

Prägraten am Großvenediger 1.312m
Blick von St. Andrä Richtung Osten: Antoniuskapelle, Fraktion Wallhorn, Eselsrücken und Schobergruppe.
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Aktuelles Bild der Wettercam Prägraten am Großvenediger
© Reinhard Unterwurzacher
Eine in den Dreißigerjahren erbaute Gelöbniskapelle als Dank für die unversehrte Heimkehr aus dem 1. Weltkrieg wurde 1951 von einer Lawine weggerissen. 1996/97 wurde sie von Elisabeth und Chrysanth Steiner unter Mithilfe vieler freiwilliger Helfer neu errichtet und erhielt dabei einen ungewöhnlichen Turm in Form eines halben Kegels. Die Antoniusstatue von Prof. Josef Troyer konnte 1951 fast unbeschädigt aus den Schneemassen geborgen werden und schmückt nun das von Stil und Bautechnik her interessante Kirchlein.

Großvenediger 3.657m
Blick von der Johannishütte Richtung Norden zum Großvenedigermassiv
Dieses Bild wird mit einer hochauflösenden Spiegelreflexkamera (EOS 1100d) realisiert.
Aktuelles Bild Großvenediger
© Johannishütte Leonhard Unterwurzacher
Durch die mit dieser Kamera möglichen langen Belichtungszeit gelingen auch in den Nachtstunden beeindruckende, ja nahezu unglaubliche Bilder. Wenn für das menschliche Auge schon alles stockdunkel ist, wird hier das Venedigermassiv erst so richtig in Szene gesetzt.

Den ersten Ersteigungsversuch gab es bereits vor 1828 durch Paul Rohregger. Er erreichte die Venedigerscharte aus dem Untersulzbachtal. Am 9. August 1828 scheiterte auf Grund eines Lawinenabgangs eine Expedition von 17 Männern, darunter auch Erzherzog Johann, beim Versuch, den Gipfel zu erreichen. Erst 40 Jahre nach der Erstbesteigung des Großglockners erreichte am 3. September 1841 eine von Josef Schwab (genannt Hausstetter Sepp) geführte Gruppe den Gipfel. Mit dabei waren u. a. Anton Ruthner und Josef Lasser von Zollheim (die die Besteigung Anfang 1841 geplant hatten), Otto von Gravenegg, Ignaz von Kürsinger sowie der siebzigjährige Paul Rohregger, der 1828 Erzherzog Johann geführt hatte und dabei in jene die Expedition beendende Lawine gekommen war. Ausgangspunkt der Besteigung war Neukirchen am Großvenediger. Der Weg führte durch das Obersulzbachtal und über die Stierlahnerwand. Von den 40 beteiligten Männern erreichten 24 den Gipfel, die anderen blieben wegen Müdigkeit zurück. Von Kürsinger, der maßgeblich an der Expedition beteiligt war, stammt auch die Bezeichnung weltalte Majestät. (Quelle: Wikipedia)

Schlüsselspitze 2.778m
Blick von der Johannishütte Richtung Süden zur Schlüsselspitze und Lasörlinggruppe
Dieses Bild wird mit einer hochauflösenden Spiegelreflexkamera (EOS 1100d) realisiert.
Aktuelles Bild von der Johannishütte
© Johannishütte Leonhard Unterwurzacher
Die Schlüsselspitze ist eine schroffe Erhebung im Endverlauf des Dorferkamms. Sie fällt im Westen zum Maurer Tal mit dem Mauer Bach und im Osten zum Hinterbichler Dorfertal mit dem Dorfer Bach steil ab. Die Schlüsselspitze weist einen wesentlich alpineren Charakter als der nördlich gelegene Niklaskopf (2780 m ü. A.) auf, von dem die Schlüsselspitze durch die Schlüsselscharte (2591 m ü. A.) getrennt ist. Im Süden bildet der Göriacher Almkopf (2434 m ü. A.) eine unbedeutende Graskuppe die nächste Erhebung vor dem Finsterwitzkopf (2254 m ü. A.), der das Ende des Dorferkamms markiert. Der Aufstieg zur Schlüsselspitze erfolgte erstmals am 9. Jänner 1913 durch E. Hoferer und E. Trautmann von der Essener-Rostocker-Hütte aus. Hierbei erfolgte auf markiertem Weg zunächst der Abstieg zur Ochsnerhütte (1950 m ü. A.) und danach die Querung in der Ostflanke des Tales in eine Mulde. Der weitere Anstieg erfolgte über große, bewachsene Blöcke zunächst auf einem kurzen Schafsteig. Nach 60 Metern über den Grashang steil empor folgten die Erstbesteiger einer Querung nach rechts, bis der Kammsattel (2586 m ü. A.) erreicht wurde. Danach erkletterten sie den steilen, brüchigen Südgrat, wobei einige Türme westlich umgangen werden mussten (II). Eine Alternativroute bietet die Westflanke. Hierzu führt der Anstieg von der Ochsnerhütte an steilen Hängen aufwärts zum Wandfuß und zu einer Blockrippe, wobei der Schlussanstieg über die Blockrippe und zuletzt eine Schneerinne verläuft. Der Nordgrat wurde wiederum von Klaus Hoi und Gef. im Mai 1973 erstiegen. Des Weiteren kann die Schlüsselspitze auch durch die Gratüberschreitung vom Niklaskogel aus begangen werden. (Quelle: Wikipedia)

Aktuelle Ansicht Großglockner 3.798m
Blick von der Adlersruhe zum Gipfel des Großglockner, links unten am Bildrand der Großvenediger.
Livebild Großglockner in neuem Fenster
© Viewbito Panoramakameras und Webcams © Meteoexperts © Adlersruhe / Erzherzog-Johann-Hütte
Die Glocknerexpedition 1799
Im Jahre 1783 wurde Franz II. Xaver von Salm-Reifferscheidt-Krautheim als Fürstbischof nach Kärnten berufen, wo er unter anderem in Kontakt mit den naturwissenschaftlich interessierten Geistlichen Sigismund Ernst Hohenwart und Franz Xaver Freiherr von Wulfen kam. Beeinflusst durch die Erstbesteigung des Mont Blanc 1786 beschloss Salm, eine Expedition zum Glockner zu organisieren, nachdem Wulfen und Hohenwart bereits 1795 erste Vermessungen rund um den Berg vorgenommen hatten und Salm selbst 1798 das Gebiet inspiziert hatte. Die Expedition hatte nicht nur die genauere Vermessung des Berges, sondern auch dessen Erstbesteigung zum Ziel.
Als Bergführer wurden zwei Bauern aus Heiligenblut ausgewählt, die in den Berichten als "Die Glokner" bezeichnet werden. Deren Auftrag umfasste die Planung der Route, die Wahl der Ausrüstung, Erkundungen und die Organisation der Expedition. Weitere Bauern und Zimmerer aus Heiligenblut errichteten unter ihrer Anleitung Wege und die nach dem Fürstbischof benannte Salmhütte, die erste Schutzhütte der Ostalpen. Diese Unterkunft lag unterhalb vom Leiterkees, höher als die heutige Salmhütte und bot Platz für die insgesamt 30 Expeditionsteilnehmer, darunter auch Hohenwart, Wulfen und den Konsistorialrat Johann Zopoth. Die beiden "Glokner" erkundeten den Weg über das damals noch viel größere Leiterkees, die Hohenwartscharte und das Glocknerleitl bis knapp unter den Gipfel des Kleinglockners. Es wurde auch die Vermutung geäußert, bei ihrer Erkundung am 23. Juli 1799 hätten sie bereits den Gipfel des Kleinglockners erreicht, dies jedoch verschwiegen, da niemand der "Herren" dabei gewesen sei. Nach zwei wegen Schlechtwetters abgebrochenen Versuchen erreichten Hohenwart und vier Führer, darunter die "Glokner", am 24. August den Gipfel des Kleinglockners und errichteten dort ein Gipfelkreuz.
Ungenaue Berichte führten zu der lange Zeit verbreiteten Meinung, damals wäre bereits der Großglockner erklettert worden. Hohenwart schrieb etwa " ... gelang es mir und meinen vier Wegweisern, den Glockner ganz zu erklettern" und es ist von der "Besteigung der zweiten Spitze" die Rede. Das vermutlich von Expeditionsteilnehmer Johann Zopoth verfasste und von Bischof Salm überarbeitete, aber anonym publizierte Tagebuch einer Reise auf den bis dahin unerstiegenen Berg Gross-Glokner vermerkt: "Er ist nun erstiegen, der ... Glokner, diese Zierde des norischen Gebirges". Es wird davon ausgegangen, dass die ungenauen Berichte unter anderem das Ziel hatten, die Expedition als Erfolg darstellen zu können, obwohl bereits im September 1799 ein erneuter Versuch für das nächste Jahr geplant und sogar schon Vorbereitungen wie der Ausbau der Salmhütte getroffen wurden.
Verstärkt wurde die Legende durch die spätere Herausgabe einer Gedenkmünze durch Bischof Salm, die den Großglockner mit einem Gipfelkreuz zeigt und als Datum der Erstbesteigung den 25. August 1799 angibt.

Erstbesteigung 1800
Die zweite Expedition im Jahr 1800 war mit 62 Teilnehmern mehr als doppelt so groß wie die erste. Unter den neuen Teilnehmern waren unter anderem der Pädagoge Franz Michael Vierthaler, der Botaniker David Heinrich Hoppe, der Landvermesser Ulrich Schiegg mit seinem Schüler Valentin Stanic sowie die Pfarrer von Dellach im Drautal und Rangersdorf, Franz Joseph Orrasch (auch Horasch genannt) und Mathias Hautzendorfer. Als Führer für die Gipfeletappe wurden dieselben vier Bauern und Zimmerleute wie im Vorjahr verpflichtet. Neben dem personellen wurde auch der organisatorische Aufwand gesteigert, so wurde etwa auf der Hohenwartscharte eine zweite Hütte, die Hohenwarte, errichtet.
Am 28. Juli drang der Gipfeltrupp bis zum Kleinglockner vor, wo Hohenwart, Hoppe und Orrasch zurückblieben. Die vier Führer erstiegen als erste den Gipfel des Großglockners, versicherten den Anstieg mit Seilen und kehrten zum Kleinglockner zurück. Zusammen mit dem Pfarrer Mathias Hautzendorfer erstiegen sie dann den Großglockner ein weiteres Mal. Hautzendorfer musste dazu überredet werden: "Sie liessen ihn nicht von der Stelle, da er fortgehen wollte. ... Er bereitete sich wie zum Tode". Doch die Expedition galt erst als gelungen, wenn "Einer von den Herren" den Gipfel erreicht hatte. Dass dies Hautzendorfer war, gilt erst seit der Entdeckung eines Expeditionsberichts von Joseph Orrasch im Jahre 1993 als gesichert. Aufgrund fehlerhafter Beschreibungen des mit Bischof Salm auf der Adlersruhe zurückgebliebenen Franz Michael Vierthaler galt lange Zeit Joseph Orrasch, der nach heutigem Wissensstand nur als erster Teilnehmer den Kleinglockner erreicht hatte, als Erstbesteiger.
Die vier an der Gipfelbesteigung beteiligten Bauern und Zimmerleute werden in den veröffentlichten Berichten der Expeditionsteilnehmer nicht namentlich genannt. Hier werden die zwei mit der Führung der Expedition betrauten Hauptführer einfach als "Die Glokner" bezeichnet, ihre Identität stand für die Expeditionsteilnehmer im Vergleich zu ihrer bedeutenden Funktion im Hintergrund: "Man hatte ... zwei beherzte Bauern aus der h. Bluter Pfarrei gewählt. Beide heissen von nun an als erste Besteiger des Berges die Glokner". Meist werden als Namen der "Glokner" die Brüder Sepp und Martin Klotz aus Heiligenblut genannt. Dies wird heute jedoch angezweifelt: "Kloz" war lediglich der Spitzname eines der "Glokner", den dieser von Bischof Salm für das Lösen einer Wechte ("Schneeklotz") erhielt. Der Name "Klotz" kam zur fraglichen Zeit in Heiligenblut nicht vor. Auch der Hoysen-Sepp, ein Heiligenbluter Bauer, der später etwa die Graf Apponyi-Expedition von 1802 führte, gilt als möglicher Teilnehmer, wobei hinter diesem Namen auch ein Alias des bereits erwähnten Sepp Klotz vermutet wird. In einem nicht publizierten Schreiben von Ulrich Schiegg wird ein Martin Reicher als einer der "Glokner" genannt. Somit stehen aus heutiger Sicht von den fünf Erstbesteigern nur Martin Reicher und Mathias Hautzendorfer namentlich fest.
Bereits am nächsten Tag wurde der Großglockner zum zweiten Mal erstiegen, diesmal erreichten auch Schiegg und Stanic den Gipfel. Sie führten Luftdruckmessungen durch und vermaßen den Gipfel. Die Bauern befestigten das mitgebrachte Gipfelkreuz, an dem auch ein Barometer für künftige Messungen zurückgelassen wurde. (Quelle: Wikipedia)

Aktuelle Ansicht Königsspitze 3.798m
Blick vom Schigebiet Sulden (Madritschhütte) zur Königsspitze.
Gut erkennbar die Ostrinne und die Nordwand.

Madritschhütte - Blick auf Königsspitze
© Seilbahnen Sulden
Während der nahegelegene Ortler als höchster Berg der Donaumonarchie schon im Jahre 1804 bestiegen wurde, blieb die niedrigere Königspitze lange Zeit vom Alpinismus unbeachtet. Die Erstbesteigung der Königspitze im Jahr 1854 durch Stephan Steinberger ist bis heute umstritten. Dabei brach dieser am 24. August von Trafoi auf und erreichte nach seinen Schilderungen über das Stilfser Joch (2757 m), den Passo di Campo (3346 m), die Vedretta di Campo, den Passo di Camosci alto (3201 m), den Passo dei Volontari (3036 m), den Zebrùferner, den Passo della Miniera und den Col Pale Rosse, die Südflanke der Königspitze. Was seine weitere Route betrifft, so wird vermutet, dass er entweder über die Pale-Rosse-Rinne oder auf einer der (damals noch firnbedeckten) Felsrippen neben diesem steilen Couloir aufstieg. Er kehrte auf demselben Weg zurück und erreichte um 20 Uhr das Stilfser Joch. Diese Route entspricht einem Gesamtaufstieg von 2750 Höhenmetern und 1450 Höhenmetern Abstieg sowie einer Horizontaldistanz von 24 Kilometern, zurückgelegt in 18 Stunden. Der österreichische Alpinist Louis Philipp Friedmann versuchte 1892 zusammen mit einem Bergführer, diese Tour nachzuvollziehen, und benötigte trotz guter Verhältnisse viel länger für den Weg, woraufhin er Steinbergers Schilderung für unglaubhaft hielt und dessen Erstersteigung öffentlich anzweifelte. Steinberger blieb jedoch bei seiner Behauptung, so dass die Frage lange Zeit kontrovers diskutiert wurde. 1929 konnte Steinbergers Biograph Joseph Braunstein einige damals neue Erkenntnisse bezüglich Steinbergers Route gewinnen und nachweisen, dass Steinberger die Aussicht vom Gipfel adäquat beschrieben hatte. Aufgrund dieser Fakten und unter Berücksichtigung der damals besseren Gletscherverhältnisse und des höheren Tempos durch den Alleingang wird heute Steinbergers Erstbesteigung überwiegend für glaubhaft gehalten.
Die erste unumschränkt anerkannte Besteigung der Königspitze gelang am 3. August 1864 dem englischen Alpinisten Francis Fox Tuckett mit seinen Gefährten T. F. und E. N. Buxton und den Schweizer Bergführern Christian Michel und Franz Biner. Ihr Ausgangspunkt war Santa Caterina Valfurva, von wo sie durch das Forno- und Cedectal und über den heutigen Normalweg in nur sieben Stunden den Gipfel erreichten. Die Gruppe stieg anschließend nach Sulden ab und ging noch am selben Tag bis Trafoi weiter, von wo aus ihr nach nur einem Rasttag die seit 30 Jahren erste Besteigung des Ortlers gelang. (Quelle: Wikipedia)

Aktuelle Ansicht Mt. Blanc 4.810m
Blick vom Aostatal (Italien) auf den Gipfel des Mt. Blanc.
Der Kamerastandort befindet sich auf dem Punta Helbronner (3.462m).

Livebild Mt. Blanc in neuem Fenster
© Region Courmayeur Aostatal
Am 7. August 1786 brachen Jacques Balmat und Michel-Gabriel Paccard von Chamonix aus auf und übernachteten am Gîte à Balmat, einer Felsformation nahe dem Bossonsgletscher auf ca. 2300 m. Am nächsten Tag stiegen sie ab 4 Uhr morgens über den Gletscherbruch Jonction, die Grands Mulets, das Grand Plateau und die Nordflanke des Mont Blanc auf. Um 18:23 Uhr erreichten sie als erste den Gipfel.
Die aus der sächsischen Oberlausitz stammenden Adligen Adolf Traugott von Gersdorff und Karl Andreas von Meyer zu Knonow, die sich zu diesem Zeitpunkt auf einer Forschungsreise in Chamonix befanden, wurden Augenzeugen der Erstbesteigung. Beide fertigten Zeichnungen der Erstbesteigungsroute an. Gersdorff hielt darüber hinaus einen ausführlichen Bericht in seinem Reisetagebuch fest. Diese für die Geschichte des Alpinismus bedeutenden Zeugnisse werden heute im Kulturhistorischen Museum Görlitz und der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften zu Görlitz aufbewahrt.
Heute wird die Erstbesteigung des Mont Blanc als eine der Geburtsstunden des modernen Alpinismus und Ausdruck der schwindenden Angst der Menschen vor den Gefahren der Berge und einer (teilweise verklärten) Hinwendung zur Natur im Rokoko gesehen.
Eine weitere Erstbesteigung des Mont Blanc erfolgte zuvorderst von ihrer Seilschaft am 24. Juli 1875 durch das Ehrenmitglied aus Grindelwald beim britischen "Alpine Club", "Tschingel" (1865-1879), die als erste Hündin aus eigener Kraft den Gipfel erreichte. In Chamonix wurde dieses Ereignis aufmerksam aus der Weite verfolgt. Nach geglückter Gipfelerreichung wurde im Dorf ein Kanonenschuss abgefeuert sowie der ganzen Seilschaft nach der Rückkehr eine Ehrenparade durch das Dorf und ein Empfang von mehr als 100 Personen, einschließlich aller in der Gegend anwesenden Bergführer, bereitet. (Quelle: Wikipedia)

Aktuelle Ansicht Matterhorn 4.478m
Blick von der Bergstation Gornergrat zum Matterhorn.
Matterhorn
© Gornergratbahn
Seit 1857 wurden mehrere erfolglose Versuche unternommen, das Matterhorn zu besteigen, zumeist von der italienischen Seite her. Der Engländer Edward Whymper stürzte dabei einmal etwa 60 Meter ab.
1862 erstieg John Tyndall mit den Führern Johann Josef Benet, Anton Walter, Jean-Jacques und Jean-Antoine Carrel erstmals die Südwestschulter, den heutigen Pic Tyndall. Die Fortsetzung des Aufstiegs entlang des Liongrates erschien ihnen unmöglich. Whymper erschien der Liongrat auch weiterhin als nicht machbar. Er versuchte daher, seinen Freund Jean-Antoine Carrel zu einer Besteigung von der Zermatter Seite zu überreden. Dieser beharrte darauf, von Italien her aufzusteigen.
Im Juli 1865 erfuhr Whymper zufällig von einem Gastwirt in Breuil-Cervinia, dass sich Carrel - ohne Whymper zu benachrichtigen - wieder zum Liongrat aufgemacht hatte. Whymper fühlte sich getäuscht und eilte nach Zermatt, um dort eine Gruppe für einen sofortigen Versuch über den Hörnligrat zusammenzustellen. Am 14. Juli 1865 gelang der 7er-Seilschaft Whympers die Erstbesteigung. Die Gruppe stieg über den Hörnligrat auf die Schulter, und weiter oben, im Bereich der heutigen Fixseile, wich sie in die Nordwand aus.
Edward Whymper erreichte als erster den Gipfel, weil er sich wenige Meter vorher vom Seil losschnitt und vorauslief. Ihm folgten der Bergführer Michel Croz (aus Chamonix), Reverend Charles Hudson, Lord Francis Douglas, D. Robert Hadow (alle aus England) sowie die Zermatter Bergführer Peter Taugwalder Vater und Peter Taugwalder Sohn. Carrel und seine Gruppe entdeckten sie weit unterhalb am Pic Tyndall. Beim Abstieg der Erstbesteiger stürzten die vorderen vier der Seilschaft (Croz, Hadow, Hudson und Douglas) noch oberhalb der sog. "Schulter" über die Nordwand tödlich ab. Am Samstag, dem 15. Juli 1865, am Sonntag, dem 16. Juli 1865, und in den darauffolgenden Tagen brach Josef Marie Lochmatter mit den Rettungsmannschaften auf, um den Verunglückten der Erstbesteigung Erste Hilfe zu leisten. Drei der Toten konnte ein Bergungstrupp am 19. Juli auf dem Matterhorngletscher bergen. Die Leiche von Lord Francis Douglas wurde nie gefunden.
Am 17. Juli gelang auch Carrel zusammen mit Jean-Baptiste Bich und Amè Gorret der Aufstieg über den Liongrat bis zum Gipfel, indem er vom Nordende der italienischen Schulter durch die oberste Westwand auf den Zmuttgrat traversierte (sog. Galleria Carrel) und die Besteigung über diesen abschloss.
Die Jahrestage der Erstbesteigung des Matterhorns werden in der Gegenwart feierlich begangen. So zeigte das Schweizer Fernsehen zum 100. Jahrestag am 14. Juli 1965 eine internationale Live-Sendung einer Matterhornbesteigung mit Beteiligung von Berg-Reportern der BBC und der RAI. Ein paar Tage früher, am 30. Juni 1965, zeigte das Schweizer Fernsehen den eigens produzierten Dokumentarfilm Bitterer Sieg: Die Matterhorn Story (Regie: Gaudenz Meili). Anlässlich des 150. Jahrestages wurde am 14. Juli 2015 auf dem Bahnhofplatz in Zermatt eine Countdown-Uhr aufgebaut, im Dezember 2014 wurde im Zentrum der Stadt ein Treffpunkt für das Jubiläumsjahr ins Leben gerufen, der sogenannte "Matterhorn Plaza". (Quelle: Wikipedia)

Drei Zinnen 2.999m
Blick von der 3-Zinnen-Hütte zu den Drei Zinnen
Livebild Drei Zinnen in neuem Fenster
© WebcamAuronzo
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Dolomiten und mit ihnen die Drei Zinnen vom Alpinismus noch relativ wenig beachtet, man konzentrierte sich in dieser Zeit auf die hohen Gipfel der Westalpen. Berge, die weniger nach klassischem Expeditionsbergsteigen sondern mehr nach klettertechnischem Können verlangten, rückten erst ab 1850 in den Mittelpunkt des Interesses. Die Erstbesteigung des Monte Pelmo durch John Ball 1857 und der Bau der Eisenbahnstrecke über den Brennerpass 1867 waren wichtige Daten für die Erschließung der Dolomiten.
Der Wiener Alpinist Paul Grohmann, der sich seit 1862 der Erstbesteigung zahlreicher Dolomitenberge gewidmet hatte, wurde als erster Bergsteiger auf die Drei Zinnen aufmerksam, die er nicht aufgrund ihrer Höhe, sondern wegen der "Kühnheit ihres Baues" als erstrebenswertes Gipfelziel ansah. Er engagierte im August 1869 die einheimischen Führer Franz Innerkofler und Peter Salcher für die Erstbesteigung der Großen Zinne. Franz Innerkofler, der bereits früher erste Erkundungen angestellt hatte, führte die Gruppe bereits beim ersten Versuch am 21. August in weniger als drei Stunden entlang dem heutigen Normalweg (III) zum Gipfel. Dies ist in etwa dieselbe Zeit, die auch heute noch für diese Route einkalkuliert wird. Grohmann gab auf der Basis von Luftdruckmessungen eine Höhe von 3015 Metern für den Gipfel an.
Die Westliche Zinne galt durch ihre geringere Höhe als weniger erstrebenswertes Ziel. Erst zehn Jahre nach der Erstbesteigung der Großen Zinne versuchten Luigi Orsolina und Gustav Gröger den Gipfel zu ersteigen. Im August 1879 kamen sie bis zu einem Felszacken in der Südflanke, den sie im Nebel für den Gipfel hielten. Wenige Tage später, am 21. August 1879, konnten Michel Innerkofler, ein Vetter von Franz Innerkofler, und Georg Ploner, Wirt in Schluderbach, den höchsten Punkt erreichen und den Irrtum aufklären.
Die Kleine Zinne galt wegen ihrer deutlich steileren Wände lange Zeit als unbesteigbar. Erste Versuche von Pietro Dimai und Richard Ißler (1878), sowie von Santo Siorpaes und Ludwig Grünwald (1881) über die Nordwand scheiterten, Siorpaes und Grünwald erreichten jedoch den Gipfel der Punta di Frida. Am 25. Juli 1881 sollten die Führer Michel und Hans Innerkofler den Wiener Josef von Schlögl-Ehrenburg auf die Kleine Zinne führen, ließen diesen jedoch am Einstieg zurück und erreichten über die Südwestseite den Gipfel. Sie benötigten für die Durchsteigung nur eineinhalb Stunden, heute wird laut Führerliteratur eine Zeit von zwei bis drei Stunden veranschlagt. Diese Besteigung galt als die schwierigste bis dahin durchgeführte Kletterei (Schwierigkeitsgrad IV) und als Meilenstein in der Entwicklung des Kletterns im steilen Fels, das sich so durch eine stärkere Betonung der sportlichen Komponente vom klassischen Alpinismus zu emanzipieren begann.
Die weiteren Gipfel der Gruppe wurden erst später erschlossen: Paul Preuß und Paul Relly eröffneten 1911 den Preußriss an der Kleinsten Zinne, die daraufhin in Preußturm umbenannt wurde. Der Torre Lavaredo wurde 1928 erstbestiegen, 1929 folgten die Croda degli Alpini und die Croda Longères. Il Mulo wurde 1937 zum ersten Mal erklettert, der Torre Comici 1945. (Quelle: Wikipedia)

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